Pflanzaktion am Friedhofsvorplatz

Am Friedhofsvorplatz hat sich etwas getan: Dort entstanden besondere Pflanzflächen, die weit mehr sind als nur ein schöner Blickfang. Sie sollen zeigen, wie klimaangepasste, ressourcenschonende und biodiversitätsfördernde Pflanzungen im öffentlichen Raum aussehen können und welche Rolle sie für die Städte von morgen spielen.

Möglich wurde das durch eine gemeinsame Pflanzaktion mit rund 20 engagierten Ehrenamtlichen der Landesgartenschau, die am 19. und 20. Mai tatkräftig mit angepackt haben. Gemeinsam wurde gebuddelt, gepflanzt und angegossen und dabei nicht nur neue Beete geschaffen, sondern auch Wissen vermittelt und Erfahrungen ausgetauscht.

Ein Projekt mit Blick in die Zukunft

Die Idee für die Demonstrationspflanzung entstand bereits im Sommer 2025. Eingebracht wurde sie von der Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau und Arboristik (LVGA) als Beitrag zur Landesgartenschau Wittenberge 2027.

Ziel des Projekts ist es, beispielhaft zu zeigen, wie öffentliche Grünflächen an die Herausforderungen des Klimawandels angepasst werden können. Hitzeperioden, Trockenheit und zunehmende Wetterextreme stellen Städte und Kommunen vor neue Aufgaben. Gleichzeitig sollen Grünflächen attraktiv bleiben, Lebensräume für Tiere und Insekten bieten und die Aufenthaltsqualität für Menschen verbessern.

Die Pflanzplanung wurde von der LVGA im Rahmen des Projekts KLUG-BB (Klimaanpassung Urbanes Grün Brandenburg) erstellt. Das Projekt entwickelt und erprobt Lösungen für klimaresilientes Stadtgrün und macht die gewonnenen Erkenntnisse für Kommunen, Fachleute und die Öffentlichkeit zugänglich. Die Pflanzenlieferung erfolgte in Zusammenarbeit mit Foerster Stauden aus Potsdam.

Als Beitrag zur Umsetzung bereitete die Landesgartenschau Wittenberge 2027 Ende April und Anfang Mai die Pflanz- und Wegeflächen vor und schuf damit die Grundlage für die spätere Bepflanzung.

Lernen durch Mitmachen

Besonders wertvoll war die Beteiligung der Ehrenamtlichen. Denn die Pflanzaktion war nicht nur ein Arbeitseinsatz, sondern gleichzeitig auch eine Gelegenheit, mehr über die verwendeten Pflanzen, ihre Eigenschaften und ihre Bedeutung für klimaangepasste Grünflächen zu erfahren.

Während der gemeinsamen Arbeit entstanden viele Gespräche über nachhaltige Stadtentwicklung, Artenvielfalt und die Frage, wie Grünflächen künftig gestaltet werden können, um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen.

So wurde aus einem Fachprojekt eine echte Gemeinschaftsaktion, bei der Wissen, Engagement und Begeisterung für Stadtgrün zusammenkamen.

Zur LAGA 2027 erlebbar vor Ort

Die Pflanzung wird auch während der Landesgartenschau 2027 eine wichtige Rolle spielen. In unmittelbarer Nähe entsteht der Info-Punkt Grün, an dem sich die grünen Verbände präsentieren und Besucherinnen und Besucher mehr über die Demonstrationspflanzung, ihre Wirkung und die dahinterstehenden Ideen erfahren können.

Bis dahin dürfen die Pflanzen wachsen, sich entwickeln und zeigen, welches Potenzial in zukunftsfähigen Pflanzkonzepten steckt. Schon heute ist das Projekt ein gelungenes Beispiel dafür, was entstehen kann, wenn Fachwissen, ehrenamtliches Engagement und die gemeinsame Vision einer grüneren Zukunft zusammenkommen.

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