Gropius-Siedlung

Wer durch die Gropius-Siedlung „Eigene Scholle“ spaziert, entdeckt ein Stück Architektur- und Stadtgeschichte mitten in Wittenberge. Die zwischen 1912 und 1914 entstandene Arbeitersiedlung wurde von Walter Gropius und Adolf Meyer entworfen – lange bevor Gropius mit dem Bauhaus weltberühmt wurde. Die als Gartenstadt angelegte Siedlung gilt als eines seiner bedeutenden Frühwerke und war damals die größte von ihm realisierte Wohnanlage.

Breite Straßen, großzügige Grundstücke und die charakteristischen Häuser vermitteln bis heute die Idee vom Wohnen im Grünen. Besonders reizvoll ist der Kastanienplatz mit seinen alten Baumreihen, der der Siedlung ihren unverwechselbaren Charakter verleiht. Wer hier entlangschlendert, erlebt ein ruhiges, grünes Quartier, das von den Anfängen des modernen Wohnungsbaus erzählt und gleichzeitig zum Verweilen einlädt.
Die Gropius-Siedlung ist ein lohnender Abstecher für alle, die Wittenberge aus einer besonderen Perspektive kennenlernen und

Architekturgeschichte abseits der bekannten Großstädte entdecken möchten.