Ein Troll zieht auf das LAGA-Gelände
Wer in den vergangenen Tagen im Bereich zwischen Friedhofsvorplatz und künftiger Blumenhalle unterwegs war, hat vielleicht schon einen Blick durch den Bauzaun erhascht: Dort wächst derzeit ein riesiger Trollkopf aus Erde heran. Was auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich wirkt, ist das Ergebnis eines gemeinsamen Projekts der Landesgartenschau Wittenberge 2027 und des Oberstufenzentrums Prignitz (OSZ).
Umgesetzt wurde das Projekt vom 29. Juni bis 3. Juli von Schülerinnen und Schülern des OSZ Prignitz, die gemeinsam mit zwei Lehrerinnen auf dem LAGA-Gelände gearbeitet haben. Die Initiative kam dabei direkt vom OSZ, das der Landesgartenschau Wittenberge 2027 angeboten hat, ein Praxisprojekt vor Ort umzusetzen.
Zur Auswahl standen gleich drei Ideen: ein Trollkopf, eine ökologische Lernwand aus nachhaltigen Materialien oder ein Unterstand mit Sitzgelegenheit. Die Entscheidung fiel schließlich auf den Troll und damit auf ein Projekt, das handwerkliches Können, Kreativität und Landschaftsgestaltung miteinander verbindet.
Doch wie entsteht eigentlich ein Troll aus Erde?
Zunächst wurde Oberboden aufgeschüttet, geformt und immer wieder verdichtet. Damit die Konstruktion dauerhaft stabil bleibt und die Erde nicht abrutscht, wurden zwei Schichten Drahtgeflecht eingearbeitet. Anschließend bekam der Kopf nach und nach seine markanten Gesichtszüge. Aus einer großen Erdaufschüttung wurde so das Gesicht herausgearbeitet.
Für die passende Frisur ist ebenfalls bereits gesorgt: Die Haare bestehen aus japanischem Berggras, das dem Troll künftig einen ganz eigenen Charakter verleihen wird.
Ganz fertig ist der neue Bewohner allerdings noch nicht. Die Schülerinnen und Schüler kehren noch einmal auf das Gelände zurück, um das Gesicht mit grünen Bodendeckern zu bepflanzen. Erst dann wird der Troll sein endgültiges Aussehen erhalten.
Für uns ist das Projekt ein schönes Beispiel dafür, wie sich Schulen und Bildungseinrichtungen aktiv in die Vorbereitung der Landesgartenschau einbringen. Gleichzeitig zeigt es, wie vielfältig die Arbeiten auf dem Gelände aktuell sind. Während an vielen Stellen gebaut, gepflanzt und gestaltet wird, entstehen immer wieder auch kreative Projekte, die dem Gelände schon jetzt ihren ganz eigenen Charakter verleihen.






